Korbinians-Kolleg – Wintersemester 2019/20

Kultur Korbinians Kolleg Wintersemester 2018/19

Korbinians-Kolleg

Korbinians-Kolleg - Zu Fragen der Zeit

Programm Wintersemester 2019/20

Akademischer Schirmherr Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Wintersemester freuen wir uns auf neue, spannende Vorträge im Korbinians-Kolleg im kommenden Wintersemester 2019/20.

Programm Wintersemester 2019/2020 (PDF)

Der Eintritt zum Korbinians-Kolleg ist für Hotelgäste sowie externe Gäste kostenfrei.
Kostenfrei Akkreditieren unter  www.eventbrite.de

Ablauf Wintersemester 2019/20
ab 17:30 Uhr Einlass und Get-together
18:30 – 18:40 Uhr Begrüßung durch Korbinian Kohler
18:40 – 19:00 Uhr Einführung durch Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl
19:00 – 19:45 Uhr Vortrag Gastredner
19:45 – 20:15 Uhr Diskussion

Dinner mit Referent
Nehmen Sie an einem exklusiven Dinner mit dem Referenten, Prof. Dr. Vossenkuhl sowie Korbinian Kohler teil.
Ab 20:15 Uhr beginnt das Dinner mit einem Aperitif in der MIZU Bar.
Gegen 20:30 Uhr servieren wir ein 4-Gänge-Menü inkl. Weinbegleitung.
Preis 190 Euro (Kapazität bis 20 Personen)
Anfragen und Buchungen über event@bachmair-weissach.com

Prof. Dr. Winfried Nerdinger

Das Bauhaus – Reformschule für die Gestaltung zukünftigen Lebens

Bereiche des Lebens der modernen Industriegesellschaft nach einheitlichen Kriterien zu gestalten. Bis zur Schließung 1933 verfolgten die drei Direktoren – Walter Gropius, Hannes Meyer, Mies van der Rohe – an der Reformschule jedoch unterschiedliche Konzepte und Visionen. Im Zuge einer Mythisierung des Bauhauses in der Nachkriegszeit wurden die verschiedenen gesellschaftlich und künstlerisch motivierten Ansätze zur Lebensgestaltung häufig nivelliert.

Professor Nerdinger ist Architekt und Architekturhistoriker. Er war bis zu seiner Emeritierung Professor an der TU in München. Er gründete und leitete das Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne mit mehreren Ausstellungen jährlich. 2013 wurde er Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums, das er konzeptuell gestaltete und bis Ende April 2018 leitete. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber vieler Kataloge zu seinen Ausstellungen. Prof. Nerdinger ist Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er hat zum Thema das Buch Das Bauhaus. Werkstatt der Moderne (C.H.Beck 2018) veröffentlicht. Demnächst folgt – ebenfalls bei C.H. Beck – eine Biographie über Walter Gropius.

Datum: 20.09.2019
Einlass ab 17:30 Uhr

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Anne Meyer-Minnemann

Modepüppchen, Me Too und die Man Cave: Zur Inszenierung von Gender Identity

Die kommunikative Inszenierung von Geschlechteridentität befindet sich in einem radikalen gesellschaftlichen Wandel. Auf dem Weg in eine neue Normalität erodieren tradierte Repräsentationen von männlich/weiblich und führen in einen Status anhaltender Verunsicherung. In diesen Zeiten eines sich exponentiell entwickelnden normativen und kollektiven Bewusstseins kommt Medienschaffenden eine besondere Verantwortung zu. Sie tragen wesentlich dazu bei, wie Geschlechterverhältnisse und – rollen heute verstanden werden.

Anne Meyer-Minnemann erklärt, wie Geschlechter heute öffentlich inszeniert werden und fordert uns auf, unseren Gender Bias zu verstehen und Verantwortung für die Einladung in eine Zukunft zu übernehmen, in der wir einen wertschätzenden Umgang mit der Fülle von Rollen finden, die heute möglich ist.

Anne Meyer-Minnemann ist Chefredakteurin der Zeitschrift GALA und Autorin des Lifestyle-Ratgebers „Easy Glam“ Als Medien-Managerin und Journalistin  beschäftigt sie sich immer wieder mit dem Thema Diversität und Geschlechterrollen – sei es in ihren Editorials, auf Vorträgen oder in ihrer Kollegenschaft.
Datum: 11.10.2019
Einlass: ab 17:30 Uhr

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Prof. Dr. Magdalena Götz

Von der Entwicklung zur Reparatur des Gehirns

Prof. Götz wird in ihrem Vortrag darüber berichten, wie sich das Gehirn entwickelt und wie Nerven- und Gliazellen gebildet werden. Sie wird dann zeigen, wie Gehirnverletzungen in vielen Wirbeltieren wieder ganz ausheilen können, und welche Ansätze es gibt, dies auch bei Säugetieren, insbesondere beim Menschen zu erreichen. Prof. Götz hat dazu einen eigenen Ansatz entwickelt. Es geht ihr dabei darum, narbenbildende Gliazellen in Nervenzellen umzuprogrammieren. Die Ergebnisse dieser Forschungen haben bahnbrechende Implikationen für die Zellreprogrammierung und damit auch für die Reparatur von Verletzungen des Gehirns.

Professorin Magdalena Götz leitet das Department für Physiologische Genomik der LMU und ist Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholz Zentrum in München. Sie erforscht mit ihren Teams u.a. neuronale Stammzellen, die Zell- und Molekularbiologie von Glia-Zellen und deren Reaktion auf Verletzungen. 

Datum: 15.11.2019
Einlass: ab 17:30 Uhr

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Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris

Die Zukunft der Religion

Die Zukunft der christlichen Kirchen sieht, wie jüngst ein Freiburger Wirtschaftswissenschaftler feststellte, düster aus. Bis 2060 sei, wie er prognostiziert, mit einem Schwund um etwa die Hälfte der bisherigen Mitglieder der Kirchen zu rechnen. Die Zukunft der Mitgliederzahlen sieht danach nicht gut aus. Was dies für die Kirchen und die christliche Religion selbst bedeutet, ist damit aber noch offen. Professor Aris wird unabhängig von demogafischen Prognosen der doppelten Frage nachgehen, ob es eine Zukunft für die Religion gibt und ob die Religion selbst eine Zukunft anbietet. 

Professor Aris ist Philosoph und katholischer Theologe. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Lateinische Philologie des Mittelalters an der LMU und Universitätsprediger der Münchner Universitäten in St. Ludwig. Seine Forschungsgebiete sind die spätmittelalterliche Reformdiskussion und die neuplatonische Philosophie im Mittelalter. Schwerpunkte seiner zahlreichen Veröffentlichungen sind Augustinus, Johannes Scottus Eriugena, Hugo von St. Viktor und Nikolaus Cusanus. Er ist Direktor des Albertus-Magnus-Instituts in Köln und Mitarbeiter verschiedener Editionsprojekte. Er verbindet auf kompromisslose und kritische Weise die Fragen des christlichen Glaubens, die sich in der gegenwärtigen Zeit stellen mit den Antworten, welche die Evangelien geben. 

Datum: 13.12.2019
Einlass: Ab 17:30 Uhr

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Prof. Dr. Martin Kocher

Warum gutes Entscheiden so schwierig ist

Die traditionelle Wirtschaftswissenschaft geht davon aus, dass Menschen, fast wie von Zauberhand, gute und richtige Entscheidungen treffen, die ihren eigenen Interessen entsprechen. Im Gegensatz dazu hat die Verhaltensökonomik über die letzten Jahrzehnte Nachweise für die systematischen Unvollkommenheiten des Entscheidens gesammelt. Prof. Kocher wird darauf eingehen, in welchen Bereichen Menschen die größten Schwierigkeiten haben, gute Entscheidungen zu treffen. Er wird fragen, welche Instrumente uns dabei helfen können, die Entscheidungsfindung zu verbessern. Schließlich wird es ihm darum gehen, welche Folgen die systematischen Unvollkommenheiten des Entscheidens für die Gestaltung von lebenswichtigen Regeln und sozialen Institutionen haben, und wie es möglich ist, damit die tatsächlich gewünschten Wirkungen zu erzielen. 

Professor Martin Kocher ist Wissenschaftlicher Direktor des Institute for Advanced Studies in Wien und Inhaber einer Professur für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien. Davor lehrte er in München (LMU), an der University of East Anglia, an der Queensland University of Technology (Brisbane), an den Universitäten in Amsterdam und in Innsbruck. Er ist leitender Herausgeber des Journal of Economic Psychology, Gastprofessor an der Universität Gothenburg und Fellow des  CESifo Insituts in MÜnchen. Seine Forschungsgebiete sind die Auswirkungen von Ungewissheit auf wirtschaftliche Entscheidungsprozesse und die Bedeutung von Kooperation und Vertrauen sowohl im Verhalten von Kindern als auch von Erwachsenen. Er hat zahlreiche Forschungsergebnisse in international führenden Fachzeitschriften veröffentlicht. Er ist wirtschaftswissenschaftlicher Berater u.a. der Regierungen von Österreich, der Bundesrepublik Deutschland und Liechtenstein.

Datum: 10.01.2020
Einlass: ab 17:30 Uhr

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Nils Holger Moormann

Möbel für ein gutes Leben bauen

Nils Holger Moormann will nicht ‘Designer’ genannt werden, weil er einfach nur Möbelbauer sein will. Er ist tatsächlich ein leidenschaftlicher Möbelbauer, aber auch ein Designer. Er entwickelt seit 1982 in Aschau am Chiemsee Möbel, die asketisch, durchdacht und präzise sind und mit einem kleinen Augenzwinkern daherkommen. Er ist Autodidakt, Quereinsteiger und Freigeist und steht mit einigen anderen für das „Neue Deutsche Design“, ein Design mit reduzierter Formensprache. Leitgedanke ist die Einfachheit. Gepaart mit Intelligenz wird daraus Innovation. Sie kann kantig und sperrig erscheinen, ist aber zeitlos. Inzwischen kann man in seinem ungewöhnlichen Gästehaus, einer Herberge in den Bergen, seine Kollektion erleben und beleben.

Über all dies wird er in seinem Gespräch mit Wilhelm Vossenkuhl mit Worten und Bildern berichten. 

Datum: 14.02.2020
Einlass: ab 17:30 Uhr

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Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert

Genscheren und das ungeborene Leben. Wie weit darf die Gestaltung des Lebens gehen?

Professorin Bettina Schöne-Seifert ist seit 2003 Direktorin des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin in der Medizinischen Fakultät der Universität Münster in Westfalen. Sie hat als Philosophin und Medizinerin zahlreiche Forschungsergebnisse zu grundlegenden Problemen der Philosophie und der Medizinethik vorgelegt, u.a. über Willensfreiheit, Enhancement (auch Neuro-Enhancement, Grundlagen der Medizinethik). Sie war neun Jahre Mitglied des Nationalen und dann Deutschen Ethikrats in Berlin. Sie ist Mitglied vieler Kommissionen, u.a. für den Demografischen Wandel. Sie ist Mitbegründerin der Akademie für Ethik in der Medizin.

Das Problem, das sie in ihrem Vortrag behandelt, ist so neu wie die Biotechnologie, mit der es entstand. Mit den neu entwickelten biologischen Hochpräzisions-Instrumenten (CrisprCas) lassen sich voraussichtlich Genstrukturen auch am Menschen gezielt und sicher verändern. Theoretisch können diese Eingriffe nicht nur bei geborenen Menschen an fehlerhaft funktionierenden Körperzellen eingesetzt werden, sondern auch vererblich an ungeborenem Leben. Die Zielsetzungen könnten hier therapeutisch, präventiv oder verbessernd sein. Die große und wichtige Frage ist: Wie sollen und können wir insbesondere die letztgenannte Option – nicht zuletzt vor dem historischen Hintergrund eugenisch motivierter Verbrechen – bewerten?

Datum: 13.03.2020
Einlass: ab 17:30 Uhr

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Korbinians-Kolleg Programme

Hier finden Sie noch einmal die Programme der beiden vorausgegangen Korbinians-Kolleg Wintersemestern:

Korbinians-Kolleg Wintersemester 2017/18 (PDF)

Korbinians-Kolleg Wintersemester 2018/19 (PDF)

Bei Fragen rund um das Korbinians-Kolleg wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter der Event-Abteilung unter event@bachmair-weissach.com oder T +49(0)8022/278 -566.

Fragen & Information

Bei weiteren Fragen beraten Sie gerne unsere Mitarbeiter der Eventabteilung T +49 (0)8022/278-566 oder event@bachmair-weissach.com.

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