Korbinians Kolleg – Wintersemester 2018/19

Kultur Korbinians Kolleg Wintersemester 2018/19

Korbinians Kolleg

Korbinians Kolleg - Zu Fragen der Zeit

Programm Wintersemester 2018/19

Akademischer Schirmherr Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Wintersemester freuen wir uns auf neue, spannende Vorträge im Korbinians-Kolleg im kommenden Wintersemester 2018/19.
Programm Korbinians-Kolleg (PDF)

Der Eintritt zum Korbinians-Kolleg ist kostenfrei für Hotel sowie externe Gäste.
Kostenfreie Akkreditieren unter über www.eventbrite.de

Ablauf Wintersemester 2018/19
ab 17:30 Uhr Einlass und Get-together
18:30 – 18:40 Uhr Begrüßung durch Korbinian Kohler
18:40 – 19:00 Uhr Einführung durch Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl
19:00 – 19:45 Uhr Vortrag Gastredner
19:45 – 20:15 Uhr Diskussion

Dinner mit Referent
Nehmen Sie an einem exklusiven Dinner mit dem Referenten, Prof. Dr. Vossenkuhl sowie Korbinian Kohler teil.
Ab 20:15 Uhr beginnt das Dinner mit einem Aperitif in der MIZU Bar.
Gegen 20:30 Uhr servieren wir ein 4-Gang-Menü inkl. Weinbegleitung.
Preis 190 Euro (Kapazität bis 20 Personen)
Anfragen und Buchungen über event@bachmair-weissach.com

Maurice-Philip Remy

Der Fall Gurlitt Justizskandal – Medienversagen – Staatsunrecht

Der Fall Gurlitt ist beinahe schon wieder vergessen. Dabei ging und geht es immer noch um mehr als um Kunstraub. Es geht um das Versagen mehr als einer Generation im Umgang mit dem Unrecht der NS-Regimes. Alles sollte vertuscht werden. Der Fall Gurlitt steht für den größten Kunstraub der Nachkriegszeit. Er ist einer der bedeutendsten Skandale der deutschen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Maurice-Philip Remy ist Autor, Dokumentarfilmer, Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Er hat sich intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt.

Datum: 12. Oktober 2018
Einlass ab 17:30 Uhr

Prof. Dr. Winfried Nerdinger

Was bedeutet ``Erinnerungskultur``, ganz besonders für uns Deutsche? Über das, was das NS-Dokumentationszentrum in München leisten will.

Am 1. Mai 2015 wurde das NS-Dokumentationszentrum in München eröffnet. Es ist der zentrale Lern- und Erinnerungsort, der sich mit den Ursachen und Folgen der Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Die Auseinandersetzung reicht bis in die Gegenwart, weil es nach wie vor und tagtäglich rechte Gewalt in Deutschland gibt. In München wurde die NSDAP gegründet. München war die „Hauptstadt der Bewegung“. Hier wurde der Terror geplant.

Professor Nerdinger ist emeritierter Professor für Architekturgeschichte der Technischen Universität München. Er gründete das Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne in München mit mehreren Ausstellungen jährlich. Nach seiner Emeritierung wurde er Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums, das er konzeptuell gestaltete und bis Ende April dieses Jahres leitete. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber vieler Kataloge zu seinen Ausstellungen.

Datum: 16. November 2018
Einlass: ab 17:30 Uhr

Prof. Dr. Barbara Vinken PhD

Schutzmantelmadonna oder Turm zu Babel? Der Mythos des Eiffelturms.

Professorin Vinken mischt sich ein. Sie steht immer ganz vorne, wenn es darum geht, unbequeme Kritik scharfsinnig zu begründen oder falsche Überzeugungen zurückzuweisen. Oft weicht sie damit von der Mehrheit der Wohlmeinenden ab. Sie will unterscheiden, das Richtige vom Falschen, das Übertriebene und Dumme vom Wichtigen, Klugen und Unverzichtbaren. Sie misstraut Bewegungen wie Me-too, obwohl sie deren eigentliches Anliegen, den Respekt vor der Integrität von Frauen, seit langem unterstützt. Vordergründiger, gedankenloser Beifall ist ihr zuwider.

Professorin Vinken lehrt Allgemeine und Französische Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie ist Gründerin und Leiterin des Flaubert-Zentrums. Zahlreiche Gastprofessuren führten sie an renommierte Universitäten u.a. in Paris, New York, Berlin und Chicago. Ihre Veröffentlichungen setzen sich u.a. mit Flaubert, Kleist und methodischen Problemen der Literaturwissenschaften auseinander. Sie hat sich international einen Namen als Mode-Expertin und –Kritikerin erworben. 2014 erhielt sie den Leipziger Buchpreis für „Das Geheimnis der Mode“. In diesem Jahr war sie Jurorin für den Münchner Modepreis.

Datum: 21. Dezember 2018
Einlass: Ab 17:30 Uhr

Robert Pölzer

Erfolgsprinzip „Liebe“ - Die Bunte als Seismograph der Gesellschaft

Letztendlich dreht sich das ganze Leben um die Liebe. Der Mensch sehnt sich nach LABS (Lob, Anerkennung, Bewunderung, Selbstbestätigung). Er will geliebt werden. Er will die Liebe erleben. Wie geht man damit im Berufsleben um? Und was bedeutet das für die inhaltliche Ausgestaltung eines People-Magazins? Ein Chefredakteur berichtet aus seinem Alltag.
Datum: 11. Januar 2019
Einlass: ab 17:30 Uhr

Prof. Dr. Michael Wolffsohn

Geistiger Müll? Ketzerisches und Historisches zum „Abendland“.

Die derzeitigen Auseinandersetzungen um Asyl, Zuwanderung und die Rolle des Islam in Deutschland drehen sich immer wieder um das, was „Abendland“ bedeutet. Vielfältige Argumente und Pseudoargumente verbinden sich mit diesem Begriff. Viele Stimmen tönen so, als sei das Abendland schon immer christlich gewesen und müsste vor seinen Feinden gerettet werden. Michael Wolffsohn geht dem, was der Begriff wirklich bedeutet auf den Grund.

Professor Wolffsohn ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Nach dem Wehrdienst in seinem Geburtsland Israel studierte er in Berlin, Tel Aviv und New York. Seit 1954 lebt er in Deutschland. Er lehrte 1981-2012 in München. Er ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen (u.a. Bundesverdienstkreuz, Deutsches Historisches Institut in Washington, Konrad Adenauer Preis, Deutscher Schulbuchpreis, Hochschullehrer des Jahres 2017). Er erbte von seinem Großvater, dem Verleger und Kinopionier Karl Wolffsohn, die Gartenstadt Atlantic in Berlin und baute sie zu einer gemeinnützigen Kulturstiftung für deutsche, muslimische und jüdische Bildungs- und Integrationsprojekte aus. Auch dafür wurde er ausgezeichnet. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Sein Rat in politischen, historischen und religiösen Fragen ist nicht nur in Deutschland sehr gefragt.
Datum: 15. Februar 2019
Einlass: ab 17:30 Uhr

Prof. Dr. Armin Nassehi

Das Ende von Rechts und Links. Wie sich Politik neu ordnen muss.

Die jüngsten Wahlergebnisse haben gezeigt, dass die Wählerinnen und Wähler im Zentrum der Gesellschaft nicht mehr der berechenbaren Alternative ‚rechts oder links’ folgen. Dieser Trend ist seit einiger Zeit erkennbar. Mit der AfD ist nun erstmals eine rechte Partei und dazu noch als drittstärkste Kraft im Deutschen Bundestag vertreten. Der Ton der Debatten hat sich verändert. Die Haltung zu Asylsuchenden und Flüchtlingen ist am rechten und linken Rand des politischen Spektrums teilweise ähnlich. Dasselbe trifft auf die Haltung zur Nato und zum Euro zu. Der Konflikt zwischen CDU und CSU lähmte einige Zeit die Arbeit der Koalition. Die Zukunft der politischen Parteien ist zunehmend unübersichtlich.

Professor Armin Nassehi lehrt seit 1998 Allgemeine Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er deckt das große Spektrum der Soziologie von der empirischen Sozialforschung bis zur Gesellschaftstheorie und Wissenssoziologie ab. Sein eigener methodischer Ansatz ist von Niklas Luhmann beeinflusst.  Er ist seit 2012 einer der Herausgeber des Kursbuchs, einer der einflussreichsten Kulturzeitschriften in Deutschland seit 1968. Nassehi nimmt zu vielen Fragen der sozialen und politischen Entwicklung nicht nur in Deutschland Stellung. Seine Analysen sind präzise und einschlägig und deswegen auch gefragt. Sein wissenschaftliches Oeuvre ist umfangreich. Zuletzt erschien sein Buch Gab es 1968? Eine Spurensuche (Hamburg 2018).
Datum: 15. März 2019
Einlass: ab 17:30 Uhr

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